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Kommunalunternehmen Krankenhäuser des Landkreises Amberg-Sulzbach

St. Anna Krankenhaus

und St. Johannes Klinik

Akademische Lehrkrankenhäuser der Paracelsus Medizinischen Privatuniversität Nürnberg

Freitag, 18.10.2019

Petition gegen Kliniksterben – ganz nah am Ziel

Wir sind ganz nah am Ziel, schwärmt Vorstand Klaus Emmerich vom Kommunalunternehmen „Krankenhäuser des Landkreises Amberg-Sulzbach“. Wenn wir 50.000 Unterschriften erreichen, fahren wir nach Berlin und überreichen die Unterschriften Bundesgesundheitsminister Jens Spahn. Aktuell sind es registrierte 46.268 Unterstützende auf der Homepage des Initiators Dr. Rainer Hoffmann, der um die Existenz der Klinik Rothenburg, Krankenhaus des Klinikverbunds ANregiomed bangt.

Aber auch in unmittelbarer Umgebung des Landkreises Amberg-Sulzbach ist das Krankenhaussterben greifbar geworden: Das Krankenhaus Hersbruck hat am 31.05.2019 geschlossen, das Krankenhaus Waldsassen hat am 30.06.2019 das Angebot der Akutmedizin aufgegeben, die Krankenhäuser in Vohenstrauß und Parsberg kündigen eine Schließung an. So kann das nicht weiter gehen, betont Vorstand Klaus Emmerich.

Ist das St. Anna Krankenhaus gefährdet?

Definitiv nein, beantwortet Emmerich diese Frage. Immer wieder werde ich mit dieser Sorge konfrontiert, aber diese Möglichkeit schließen Sie bitte aus, für Sulzbach-Rosenberg und auch für die St. Johannes Klinik in Auerbach. Landkreis und Verwaltungsrat stehen voll hinter den beiden Krankenhäusern und unterstützen sie mit Millionenbeträgen – sonst wäre die hohe Qualität in den Landkreiskrankenhäusern nicht zu leisten. Auch der Bayerische und Deutsche Landkreistag richten scharfe Appelle an die Bundes- und Landesregierung, um den Erhalt kleiner Krankenhäuser sicherzustellen. Vorstand Emmerich ist es ganz wichtig, auf die Unterstützung des Landkreises hinzuweisen: „Für den Landkreis Amberg-Sulzbach sind die beiden Standorte Sulzbach-Rosenberg und Auerbach alternativlos! Ich kann mich über die Ermutigung des Landrats Richard Reisinger, des Verwaltungsrats, der Bürgermeister und aller Kreisräte glücklich schätzen – sie könnte nicht besser sein!“

Stolzes Zwischenergebnis im Landkreis

Das erkenne man auch an dieser einmaligen Solidaritätsaktion! An der Petition „Stoppt das Krankenhaussterben im ländlichen Raum“ beteiligen sich das Landratsamt Amberg-Sulzbach, die Rathäuser der Gemeinden Amberg-Sulzbach, die beiden Krankenhäuser sowie etliche Pflegeheime, Arztpraxen, Apotheken und Firmen. Jede Stimme ist wichtig.

Und wir sind stolz: Der Landkreis Ansbach, in dem die bundesweite Petition entstanden ist, nimmt Rang 1 bei der Sammlung der Unterschriften ein. Der Landkreis Amberg-Sulzbach steht mit registrierten 4.061 Unterschriften bundesweit auf Rang 2. Dabei haben wir noch ca. 800 Unterschriften in unserem Sekretariat liegen, und viele Gemeinden sammeln fleißig weiter.

Warum dann die Unterschriftenaktion?

Solange Kommunen frei über den Fortbestand ihrer Krankenhäuser entscheiden können, stehen die Krankenhausstandorte in Sulzbach-Rosenberg und Auerbach nicht zur Debatte. Vor wenigen Wochen wurde aber über die ARD-Sendung „Krankenhäuser schließen – Leben retten“ und die Bertelsmann-Studie berichtet, in der 600 statt bundesweit 1.942 Krankenhäuser gefordert werden. Die Autoren der Studie fordern den Bundesgesundheitsminister und die Landesgesundheitsminister auf, eine Mindestzahl an Fachabteilungen und Strukturen für einen Weiterbetrieb von Krankenhäusern vorzuschreiben. Der NRW-Gesundheitsminister Laumann hat bereits angekündigt, neue Krankenhausstrukturen vorzuschreiben und damit die Kliniklandschaft in seinem Bundesland zu bereinigen, Bundesgesundheitsminister Spahn hat die NRW-Gesundheitsinitiative begrüßt. Allerdings ist NRW ein Ballungsgebiet. Im Flächenland Bayern darf dies nicht geschehen. Genau deshalb ist die Beteiligung der Bevölkerung im Landkreis Amberg-Sulzbach so wichtig. Jede Stimme stärkt die ländlichen Krankenhäuser und ihre Träger, mahnt Vorstand Emmerich.

Die Forderung lautet:

Die Unterzeichner/innen dieser Petition fordern die Bundesregierung und die Landesregierungen dazu auf, ihrer politischen Verantwortung gerecht zu werden und auch im ländlichen Raum eine gute patienten- und zukunftsorientierte, wohnungsnahe Krankenhausversorgung dauerhaft sicherzustellen.

Kleinere Krankenhäuser sind hier von großer Bedeutung und dürfen nicht geschlossen werden, da beim derzeit herrschenden Ärztemangel die medizinische Versorgung der Bevölkerung durch Haus- und Fachärzte nicht überall gewährleistet ist.

Auch der ländliche Raum hat ein Anrecht auf eine gute Krankenhausversorgung!

https://www.openpetition.de/petition/statistik/stoppt-das-krankenhaussterben-im-laendlichen-raum

Babygalerie

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St. Johannes Klinik

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