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Am 26.01.2026 begrüßte unser Still-Café, unter der Leitung der Laktationsberaterin Sr. Michaela Herrmann, die Logopädin Ilona Zellerer zum Thema – Stillen, Schnuller und Flasche aus logopädischer Sicht.
Obwohl es über Nacht stark schneite, kämpften sich doch interessierte Mama‘s durch den Neuschnee ins Still-Café.
Einführend erläuterte Frau Zellerer, dass es sich neben den doch schon bekannten Vorteilen des Stillens, durchaus auch aus logopädischer Sicht lohne, sein Kind mit Muttermilch zu ernähren.
Die Zungen-, Lippen- und Gesichtsmuskulatur würden beim Saugen an der Brust trainiert, was sehr wichtig für das spätere Artikulieren sei; ebenso werde die Gaumen-, Gesichtslinien- und Gebissentwicklung positiv beeinflusst und kieferorthopädische Behandlungen dadurch minimiert.
Die Logopädin betonte, dass Stillen oder eine adäquate Flaschenernährung die korrekte Zungenruhelage und das physiologische Schluckmuster fördere. Aktives Saugen und ein fester Lippenverschluss sowohl an der Brust, als auch bei der Flaschenernährung seien sehr wichtig. Nicht korrekter Umgang mit Schnuller (falsche Größe, Sprechen mit Schnuller, zu lange Gabe des Schnullers, usw.) und Flaschensaugern (Lochöffnung vorne statt oben, zu große Lochöffnung, zu schmales Lippenschild, usw.) können zum Schlucken gegen die Zahnreihen und somit zu Zahn- und Kieferfehlstellungen führen, was man im logopädischen Fachjargon „Myofunktionelle Störung“ nenne. Nebst häufigen Infekten und damit belegter Nasenatmung, sowie erblichen Faktoren, entstehe diese sehr häufig durch falsches Saugverhalten an der Brust (z. B. zu starker Milchfluss) oder auch der Flasche. Symptome einer Myofunktionellen Störung seien oft eine verkürzte Oberlippe, eine dicke, gerötete Unterlippe, eine schlaffe Lippen- und Zungenmuskulatur sowie bereits erwähnt eine fehlerhafte Zungenruhestellung und ein gegen die Zähne gerichtetes Schluckmuster.
Auch bei der späteren Beikost-Einführung sollten die Eltern darauf achten, dass nicht nur ausschließlich breiige Kost angeboten werde. Weiches Gemüse und später festeres fördere die Kauentwicklung und -muskulatur. Hier könnten die Eltern bereits beginnen, falls zusätzliche Flüssigkeit zur Muttermilch benötigt werde, diese schon aus einem kleinen Becher ohne Schnabel/Sauger anzubieten.
Mit einem kleinen Präsent verabschiedeten sich die anwesenden Mütter und Sr. Michaela Herrmann von Frau Zellerer und bedankten sich für den äußerst interessant gestalteten Vormittag!