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Am Montag, 20.07.2026 war die Märchenerzählerin Tanja Weiß zu Gast im Still-Cafe am St. Anna Krankenhaus in Sulzbach-Rosenberg.
Da Babys immer kalte Füßchen haben, sollten sie unbedingt Socken anhaben… und erneut wieder - mit genau dieser generationenübergreifenden Aussage begann das heutige Erzählcafe…
Die anwesenden Mütter, Omas und Uromas schmunzelten.. alle haben diesen Satz schon gehört..
Was hat sich denn verändert? Mit dieser Frage begann Tanja Weiß die Gesprächsrunde. Anwesend waren sehr unterschiedliche Jahrgänge von Geburt 1964 bis 1986 bei den Großmüttern zu den aktuell 2026 entbundenen Müttern.
Die Teilnehmer wurden auf eine Reise in die Vergangenheit mitgenommen – eine Entbindung war 1964 3 Wochen im Krankenhaus. Davon 1 Woche strikt im Bett, danach Lockerung. Die Mütter sollten sich ausruhen, wurden deswegen auch von ihren Kindern getrennt. Flaschennahrung war vorrangig, Stillen selten. Danach hatten die Mütter keinen Mutterschutz -die Arbeit, gerade in der Landwirtschaft musste erledigt werden.
Eine richtige Seltenheit – Mütter, die voll gestillt haben – die anwesende Oma war sehr stolz darauf, ihre Kinder komplett mit Muttermilch ernährt zu haben.
Kinderwagenschieben – reine Muttersache – der Vater schob einfach nicht den Kinderwagen! Und wenn doch… eine Sensation!!
Heutzutage überhaupt keine Frage – auch das Tragen wird gern von den Vätern übernommen!
Nun kam aber die heutige Generation zu Wort… wenn der Papa trägt… finden es alle toll.
Trägt die Mutter ihr Kind wird es verwöhnt.
Beschäftigen sich die Väter mit ihren Kindern, gehen auch vielleicht zusammen aus wird dies richtig gut empfunden … umgekehrt sind Mütter in der Situation „faul“…
Gemeinsam als Paar zu den Vorsorgeuntersuchungen zu gehen, Familienzimmer im Krankenhaus, geteilte Elternzeit heutzutage eine Selbstverständlichkeit – früher gab es nur kurz vor der Geburt einen Termin beim Arzt oder Hebamme. In der Klinik wurden die Kinder von den Frauen alleine geboren und danach daheim waren Angehörige ein Segen zur Hilfe mit dem Kind.
Abschließend stellten die Anwesenden fest, es ist gar nicht so schlecht für die junge Familie als auch der vorherigen Generationen gemeinsam aufzuwachsen, voneinander zu lernen ohne Vergleiche zu ziehen und ohne auf eigene Ansichten zu pochen.
Auch als wichtig diskutiert - sich nicht in der virtuellen Welt ohne nachvollziehbaren Hintergrund zu verlieren.
Ein gesundes Miteinander in der vor allem die Mutter auf ihr eigenes Bauchgefühl hören darf und darin unterstützt wird ist genau das Richtige Mittelmaß.
Einander verstehen, respektieren und Gefühle zulassen sollten alltäglich werden… keine abwertenden Vergleiche.. so dass Mütter Power gemeinsam gelebt werden kann und darf….
Und Mütter Polizei kein gängiges Unwort bleibt.